Main Menu
Home
News
Banddatenbank
Rezensionen
Konzertsuche
Festivals
Musikdownloads
Galerie
FAQ
Impressum
Statistics
Bands: 1824
Events: 0
Mitglieder: 761
News: 1340
Ranking-Hits
Immer die aktuellen News auf deinem Newsreader!

Leandra

http://www.leandrasphere.de
http://www.myspace.com/leandrasphere
[Livedates von Leandra]
[Zu meinen Lieblingsbands hinzufügen]
[Zur Fanpage]
 

Ein altes Klavier mit Elfenbeintasten. Ein kleines Mädchen, das unbeirrt mit den zarten Fingern Melodien spielt. Mit drei Jahren sind es die ihrer Umwelt, die Klänge ihrer russischen Kindheit. Als mit sechs Jahren der ehrgeizige Klavierunterricht beginnt, hört sie mehr und mehr die eigenen Melodien in ihrem Kopf. Sie wollen hinaus. Als hochbegabt gefördert und gedrillt, gewinnt das kleine Mädchen mit den scheuen Augen in Weißrussland einen Wettbewerb nach dem Anderen, mit neun folgt ein Junior-Stipendium am Konservatorium. Die Wettbewerbsplatzierungen setzen sich auch in Deutschland fort. Doch den Hunger nach den Klängen der eigenen Seele können diese Erfolge nicht stillen. Die großen scheuen Augen sind trotz des Studiums geblieben. Der Platz am Klavier ist ihr Schicksal, ihre Erfüllung, der Ort ihrer Metamorphose. An den Tasten fühlt sie sich mächtig und machtlos zugleich: Leandra.

"Das Klavier ist für mich eine Flucht vor der Welt da draußen und eine Kommunikationsart, die anfängt, wo andere aufhören.", so die rassige Künstlerin, die selbst fünf Sprachen beherrscht. Sprachbarrieren kennt sie nicht. Ihr bereitet es Vergnügen, sprachlich und musikalisch zu entgrenzen, den Hörer mit dem Klang und Wort gewordenen Ruf ihres Blutes zu liebkosen und zeitgleich zu erschüttern.

 

 

 

In Szenekreisen als erotisches Keyboard-Raubtier Ophelia Dax von Jesus on Extasy bekannt, setzt die schöne Vollblutmusikerin nun mit ihrem Soloprojekt zur Verführung der Ohren an. Im Gegensatz zu Ophelia sei Leandra die Person in ihr, die die Welt ganz für sich allein bestaune. Einerseits entfesselnd avantgardistisch, andererseits sinnlich geerdet setzt Leandra dabei hingebungsvoll ihren musikalischen Pulsschlag um. Ihr erstes Album "Metamorphine" (2008) ist dabei ein Klangdokument ihres fragilen Strebens nach Veränderung und Herausforderungen. Begleitet von ihren sechs Katzen verweigert sich Leandra dem Alltag, dem Stagnieren der eigenen Phantasiefähigkeit. Barfuss den Holzboden knirschen zu lassen, die Einsamkeit einatmen und am Klavier die Geister rufen – das sei für sie das höchste Glück.

"Leandra-Songs sind eine Auslese von ausschließlich in Extremsituationen durchlebten und eingefangenen Eindrücken. Die Songs sind quasi ein Elektroenzephalogramm dieser Momente, ein geheimes Tagebuch.", führt sie aus. Unberechenbar wie eine Katze verlangt sie den Menschen ihrer Umgebung absolute Aufmerksamkeit und bedingungslose Gefolgschaft ab. Leandras Visionen sind Legion und bei der Arbeit an ihnen überlässt die selbstbewusste Künstlerin nichts dem Zufall. Verwegen bewegt sich die temperamentvolle Leandra in einem Spektrum zwischen Tori Amos und Emily the Strange. Verbindliche Kategorisierungen ausgeschlossen.

"Der Wandel ist meine einzige beständige Konstante und meine Songs sind deshalb auch sehr unterschiedlich. >>Angeldaemon<< und >>Lie To Me<< sind zum Beispiel einem Menschen gewidmet, der mich sehr inspiriert hat; diese Songs erzählen von einer sehr ungewöhnlich schmerzhaften Trennung, denn dieser Mann fungierte als eine Art Katalysator für mich. >>Noisy Awareness<< habe ich an einen Stalker geschrieben, der mich zwei Jahre meines Lebens gekostet hat und >>Inverted Mirrors Of Decay<< ist an eine Fabel angelehnt, in der ich mich als Wrack wieder finde. >>Tyberi Folla<< beschreibt zwei Astralwesen, für deren Geschichte ich keine Worte finden konnte, weshalb ich hier auf eine Phantasiesprache zurückgreife.", erläutert Leandra, die aufgrund des letzten Details an die frühen Mila Mar erinnern könnte. Ebenso geheimnisvoll verweist sie auf >>The Art Of Dreaming<<, einen Song, den sie mit Sven Friedrich (Zeraphine / Dreadful Shadows) aufgenommen hat. Im Traum sei Leandra Sven begegnet und diese mentale Reise habe sie dazu inspiriert, Sven als Partner für das samtige Duett einzuladen.

Überhaupt ist das dialogische Moment für Leandra auch ein visuelles Konzept, das sie auf der Bühne ausleben möchte. Fliegende Stoffe und bannende Projektionen – ein Theaterstück aus Abstraktionen. Erste Erfahrungen diesbezüglich sammelte sie einst mit Rya als Support der Letzten Instanz, zu denen sie auch heute noch ein inniges Verhältnis unterhält und als unnahbare Tastenschönheit deren "Das weisse Lied" – Tour im Frühjahr 2008, trotz der eigenen Veröffentlichung von "Metamorphine", veredelte. Angst vor großen Bühnen hat Leandra nicht. "Die Bühne ist der einzige Ort, an dem meine Kommunikation mit der Welt da draußen bestens klappt, ohne dass ich vor Reizüberflutung durchdrehe!". Sie senkt die Augen und horcht in sich hinein. Ihre Kleider sinken zu Boden und mit der roten Augenbinde sitzt sie plötzlich wieder am Klavier. Die Klanggewalt des Unsagbaren hat sie wieder.

     
Foto & Biographie: Mit freundlicher Genehmigung von Drakkar Entertainment
     

Konzerte

Festivals